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Burg Wildenau
Die Geschichte Wildenaus geht bis ins 10. Jahrhundert zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht der Wildenauer im 12. Jahrhundert mit Otto Wildenauer, der auf der väterlichen Burg saß und Heinrich von Wildenau, der Deutschordenskomthur bei St. Gilg in Regensburg war.
1379, 1394 und 1412 werden die Pleisteiner als Inhaber von Wildenau genannt. Bei der pfälzischen Landesteilung im Jahre 1410 fiel Wildenau in den Anteil von Herzog Johann. Er verpfändete den Sitz 1424 vorübergehend an die Gräfin Anna von Truhendingen und belehnte 1432 den Konrad Ermesreuther. Auf dieser Goldenen Straße kam am 15. oder 16. Oktober im Jahr 1414 auch Johannes Hus auf seiner Reise nach Konstanz durch Wildenau. Später brachen die Hussiten in diesen Raum ein, plünderten um den 28. Mai 1428 auch Wildenau und brannten die Burg ab. Die Folgezeit ist von häufigem Besitzwechsel der adeligen Häuser gekennzeichnet. Das Verhältnis der Hofmarksherren zu ihren Untertanen war nicht immer gut, und es kam wiederholt zu Zwist und Streitigkeiten.Reinhart Ermesreuther verkaufte Wildenau schließlich 1503 an Sigmund und Veit von Reitzenstein. Zwar wurde der Besitz des Häuslein Wildenau durch Anarg von Wildenfels zu Schönkirch streitig gemacht, der Streit jedoch 1515 zu Gunsten der Reitzensteiner entschieden. Nach 1543 bekannten sich die drei Orte Plößberg, Schönkirch und Wildenau zur Reformation Luthers und im Jahre 1556 wurde die evangelisch-lutherische Pfarrei Plößberg errichtet. 1627 setzte die Gegenreform ein. Am 22. Februar 1652 kam der Kölner Vergleich zustande und damit die Einführung des Simultaneums. Dieses Simultaneum bestand in Wildenau bis 1911 und bedeutete, dass beide Konfessionen über 250 Jahre hinweg dasselbe Gotteshaus benutzten.Während des 30jährigen Krieges kam das Gut auf dem Weg der Pfändung um 1630 an den Freiherrn Anton de Burry, der es 1653 an Christoph Alberecht von Satzenhofen verkaufte. 1782 starb das Geschlecht der Satzenhofener aus. Der letzte Lehensinhaber und Herr von Wildenau war Kurfürst Maximilian IV. Joseph von Baiern seit 1806 König Maximilian I. von Bayern .




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