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Mercedes Benz 220SEb W111
Der Mercedes-Benz 220 SEb entspringt der Sechszylinder-Baureihe W111 und gehört somit zur ersten Generation der Heckflossen-Familie, auch Große Heckflosse genannt. Im Jahre 1959 wurde das erste Modell mit einer Motorleistung von 95 bis 120 PS vorgestellt.
Der Mercedes-Benz 220SEb war mit seiner Fahrgastzelle und den große Knautschzonen weltweit der erste Wagen mit diesen Sicherheitsmerkmalen. Der Fahrkomfort wurde durch diverse Neuerungen wie zum Beispiel härtere Stoßdämpfer und einem Staubfilter verbessert, damit die Fahrgäste auf längeren Strecken nicht auf Behaglichkeit verzichten mussten. Der 220 SEb war nicht gerade ein Vertreter der billigen Automobilsorte und mit Sicherheit kein Auto für den Niedrigverdiener. Im Vergleich zum 220er Standartmodell kostete ein voll ausgestatteter VW Käfer damals weniger als die Hälfte. Die Serienausstattung der 220er Baureihe beinhaltete unter Anderem Nebelscheinwerfer, Lichthupe, ein abschließbares Handschuhfach, eine Heizung im hinteren Fußraum nach rechts und links getrennt regelbar , vier Parkleuchten, Rückfahrscheinwerfer und, was damals noch als eine absolute Besonderheit galt, die Scheibenwaschanlage mit 2 Düsen. Mit einem kleinen Aufpreis waren die Heckflossen mit Sonderausstattungen versehen. Dazu gehörten das Stahlschiebedach und die hydraulisch-automatische Kupplung, später die Automatik. Ein berühmtes Detail der Heckflosse war der Bandtachometer. Die Anzeige kletterte wie ein Thermometer nach oben und zeigte, unterstützt von verschiedenen Farben und Skalierungen, die Geschwindigkeit an. Außer in den Coup s und den Cabriolets war der Bandtachometer in fast allen Heckflossen-Modellen zu finden. Leider hatte sich der Bandtachometer aus dem Hause Mercedes nicht durchgesetzt. Bereits nach kurzer Zeit wurde die Produktion aus Übersichts- und Ablesbarkeitsgründen wieder eingestellt. Was aus meiner persönlichen Sicht sehr schade ist. An der Faszination von damals hat das Fahrzeug bis heute absolut nichts verloren.




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